Für das Streuen von Gras auf der Modell- oder der Autorennbahn gibt es verschiedenste Methoden mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ziel sollte es sein, dass die Grasfasern nicht liegen sondern möglichst realistisch stehen. Das bekommt man mit dem Streuen aus der Hand oder mit einem Sieb allein nicht hin.

Ein etwas besseres Ergebnis erhält man mit der Streuflasche von Noch. Aber auch hier liegt das Gras zum größten Teil flach auf.  Abhilfe schafft der elektrische „Gras-Master“ von Noch. Dieses Gerät läd die Grasfasern elektrostatisch auf und „schießt“ die Fasern auf die Platte. Aufgrund des hohen Preises rentiert sich die Anschaffung wohl nur für wenige.

Dennoch möchte man auf seiner Autorennbahn den perfekten Wild- und Kunstrasen „ansäen“. Die Lösung und Alternative zu den erhältlichen, professionellen Grasstreuern ist der Eigenbau aus einer elektrischen Fliegenklatsche. In dieser Bastelanleitung wird eine Fliegeklatsche für 2,95 € umgebaut (hier bestellbar). Die Idee findet man in vielen Modellbauforen. Zeit den Umbau jetzt selbst auszuprobieren:

Wir übernehmen keine Haftung für den Nachbau oder die Nutzung unserer Projekte, für die Umsetzung ist jeder selbst verantwortlich, vor allem auch für fehlerhafte Umsetzung. Daher erfolgt jede(r) Nachbau/Nutzung auf eigene Gefahr!

Benötigtes Material:

  1. Elektr. Fliegeklatsche
  2. Altes Sieb aus leitendem Material
  3. Kabel
  4. Lötkolben und Lötzinn
  5. Kleber (z.B. Pattex Stabilit Express)

Im ersten Schritt wird die Fliegenklatsche zerlegt. Drei Schrauben halten den Griff zusammen. Eine Schraube befindet sich unter dem Aufkleber mit dem CE Zeichen. Von der Platine führen zwei Drähte nach vorne. Diese Drähte müssen gekappt und neu verlötet werden. Ein Draht muss mit dem Sieb und der andere mit der Stecknadel verbunden werden. Die Stecknadel wird später auf die zu bestreuende Fläche  gesteckt und sorgt als Gegenpol zum Sieb für die elektrostatische Aufladung der Grasfasern.

Der Siebgriff wird mit der Metallsäge gekürzt und mit Pattex Stabilit Express in die Griffschale geklebt. Nach dem Austrocknen verlötet man die Kabel und das Gehäuse kann wieder verschraubt werden.

Der erste Test des Grasstreuers

Mit brauner Dispersionsfarbe eingefärbter Tapetenleim wird auf ein Stück Karton gestrichen. Alternativ wird häufig transparent austrocknender Weißleim, Sprühkleber oder spezieller „Rasenkleber“ verwendet.  Auf die eingestrichene Fläche wird die Nadel gesteckt. Die hier eingesetzten Grasfasern sind aus dem NOCH Grasfaser-Sortiment, lang 5, 6 und 12 mm mit der Bestellnummer 7067 (hier bestellbar).

Für den ersten Test werden 1,5mm und 6mm lange Fasern gemischt. Das beste Resultat stellt sich ein, wenn man ca. 1,5 cm Abstand zwischen Sieb und Wiese lässt.

Fazit

Für 2,95 € kann das Ergebnis gar nicht besser sein. Der Umbau dauert wenige Minuten, geht sehr einfach und lohnt sich auf jeden Fall.

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