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In der slotblog-Sammlung der Umbauten auf Carrera Digital 132 fehlte bisher ein Fahrzeug mit Frontmotor. Es standen einige Slotcars zu Auswahl. Gesucht habe ich aber nach einen „hoffnungslosen“ Fall. In Slotcar-Foren bin ich auf Umbauversuche des Panoz LMP-1 von Fly gestoßen. Der Umbau war entweder am Platzmangel für die Digitalplatine gescheitert, oder das Fahrverhalten des Panoz wurde als so schlecht eingestuft, dass sich der Umbau erst gar nicht lohne. Dieses Fahrzeug kam also wie gerufen und landete auf dem slotblog-Operationstisch.

Nach dem Öffnen des Slotcars freut man sich erstmal über den vielen Platz für die Platine. Man hat den Eindruck, dass der Digitaldecoder locker unter die Antriebswelle passt. Leider weit gefehlt.

Umbau des Decoders

Auch für den Fly Panoz LMP-1 2003 wird – wie bei allen bisherigten Umbauten auf Digital 132 auch – der Carrera 26732 – Digitaldecoder benutzt.

Damit der Decoder möglichst flach auf das Chassis gebaut werden kann, wurde der Schiebeschalter gekürzt. Mit einem scharfen Skalpell wurde der Stift einfach abgeschnitten. Die Funktion des Schalters wird damit nicht beeinträchtigt. Man kann den Schalter nur nicht mehr mit dem Finger betätigen, sondern nur noch mit einem spitzen Gegenstand.

Nach dem leicht zu lösenden Problem steht man nun vor einem größeren: Die IR-Diode des Digital Decoders, die für die Schaltung der Weichen und die Zeitnahme benötigt wird, muss versetzt werden. Der Grund liegt darin, dass der Decoder sehr flach auf dem Chassis liegen muss. D.h. die Diode würde auf der Bahnschleifen. Der Abstand zwischen Schiene und Chassis reicht nicht aus.

Die Diode wurde ausgelötet und mit zwei Kabeln „verlängert“. Hier muss man auf die Polung achten! Die Lösung war bei anderen Umbauten nicht nötig. Allerdings bringt das Verlängern der Diode eine hohe Flexbilität beim Einbau des Decoders. Viele bereits fertiggestelle Umbauten wären mit umgelöteter Diode wesentlich einfacher verlaufen.

Nach dem Optimieren der Decoder Höhe durch den Umbau der Diode un dem Kürzen des Schiebeschalter, können die ersten Passproben gemacht werden. Am Inlay muss relativ wenig gemacht werden. Allerdings ist es nicht ganz einfach die Stellen an denen es hakt zu finden. Dazu habe ich die „Stempeltechnik“ benutzt. Dazu klebt man ein Stück Klebeband auf die Platine. Das Klebeband bestreicht man mit Farbe und setzt dann die Kaorsserie auf das Chassis. Nach dem Abnehmen sieht man wunderbar anhand der Farbe am Inlay welche Stellen noch bearbeitet werden müssen.

Nun sthet dem Zusammenbau und den ersten Fahr- und Funktionstests nichts mehr im Wege.

Der erste Fahrtest fand mit Magnet statt und verlief sehr unbefriedigend. Das Getriebe lief laut und schwergängig. Der linke Hinterreifen schliff am Chassis und alle Reifen machen an sich einen schlechten Eindruck. Das Fahrverhalten war somit sehr bescheiden, wie in o.g. Foren bereits erwähnt wurde.

Nach diesen Optimierungsmaßnahmen wurde es besser:

  • Magnet entfernt
  • Blei v.a. in Heck und unter die Hinterachse
  • Reifen geschliffen
  • Felgen verklebt
  • Getriebezahnrad minimal verschoben um Leichtgängigkeit herzustellen

Fazit: Der Fly Panoz LMP wird niemals ein Rundenzeitenjäger. Der Wagen macht aber wegen seinen exotischens Verhaltens dennoch viel Spaß und bringt Abwechslung auf die Bahn.

Achtung! Bei diesen Umbaumaßnahmen erlischt die Herstellergarantie! Der Nachbau erfolgt auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Verantwortung oder Haftung für eventuell entstehende Schäden jedweder Art.

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